Die deutsche Arbeiterbewegung

Geschrieben von Hans-Peter

Nicht nur in Deutschland ist der Begriff der Arbeiterbewegung eng mit den Namen Friedrich Engels und Karl Marx verbunden. Mitte des 19. Jahrhunderts erstellten sie ein Grundsatzprogramm der Arbeiterbewegung mit der Bezeichnung Kommunistisches Manifest. Hierbei ging es um den Kapitalismus und dessen Überwindung durch einen Klassenkampf, an dem das gesamte internationale Proletariat beteiligt sein sollte. Der Marxismus unterscheidet sich von den anderen Reformbestrebungen und revolutionären Theorien dadurch, dass er die zukünftige sozialistische Gesellschaft der bestehenden nicht abstrakt gegenüberstellt. Er knüpft an die unmittelbaren Interessen der Arbeiter und an ihr Klassenbewusstsein an. So soll dem Proletariat ein theoretisches Verständnis seiner eigenen Praxis nahe gebracht werden.

Schon damals existierte das Problem, dass Immobilien nicht für Jedermann erschwinglich waren, sodass sich ein negatives Bewusstsein in der schlecht bezahlten Bevölkerung breit tat. Gerade durch die niedrigen Bauzinsen und einfacher zu finanzierende Immobilien ist dieser Gedanke aus der heutigen Gesellschaft beinahe spurlos verschwunden.

Der Kampf gegen den Nationalsozialismus

In den 1930er Jahren war der Kampf gegen den Nationalsozialismus sowie den Faschismus das wichtigste politische Ziel der Arbeiterbewegung. In nicht wenigen Ländern traten dabei die Gegensätze zwischen Kommunisten, Sozialdemokraten und bürgerlichen Demokraten zeitweise in den Hintergrund. Gemeinsam kämpften Sozialisten und Kommunisten aus vielen Ländern Europas im Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republik. In Deutschland kämpften Kommunisten und Sozialdemokraten lange mit größerer Antipathie gegeneinander, als gemeinsam gegen die Nationalsozialisten. Erst in den Untergrundorganisationen des Widerstandes fanden sie sich dann auch in Deutschland zu einer Kooperation zusammen, die jedoch immer von Konflikten bestimmt war.

In Deutschland war die Arbeiterbewegung durch den Nationalsozialismus liquidiert worden. Neue Ströme wie die Frauen- und die Anti-Globalisierungsbewegung traten in den folgenden Jahren auf. In der BRD wurde dann durch den Deutschen Gewerkschaftsbund versucht, die Tradition der Arbeiterbewegung fortzusetzen. Ziele waren in diesem Zusammenhang eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch Tarif- und Sozialpolitik sowie eine erweiterte Mitbestimmung.

Die deutsche Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert

Für Interessierte: Hier noch ein interessantes Video zur frühen Arbeiterbewegung.